Landschaft: Paperboat
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Dem ein oder anderen mag es aufgefallen sein, ich habe beschlossen meine Gedankengänge bezüglich meiner Bilder hier niederzuschreiben. Nach einer kurzen Erläuterung zu meinem letzten Bild, dem Grashüpfer, ist dies die zweite “Interpretation”, eine kleine Abhandlung augenscheinlicher oder mir persönlich wichtig erscheinenden Dingen. Ich möchte eigentlich keine ausführlichen Berichte über eigene Bilder verfassen; wer darüber nachdenken möchte sollte dies tun, was natürlich dem jeweiligen Betrachter ein größeres Spektrum an möglichen “Interpretationsansätzen” eröffnet. Vorraussetzung ist natürlich ein Bild, das diese Möglichkeit überhaupt bietet. Eine Eigenschaft ist der kreative Ansatzpunkt, sowie ein Bild das komplett meinem Hirn entsprungen ist. Dieses hier ist dafür das beste Beispiel und ein Grund dafür, weshalb ausschweifende Beschreibungen und philosophisch angehauchte Gedankenergüsse bei simplen Portraitanfertigungen weniger sinnvoll und nützlich (für wen auch immer) wären. Eigene Gedanken zu entwickeln ist hierbei sicherlich sinnvoller und ich möchte diesen nicht vorgreifen, deshalb freue ich mich auch auf Rückmeldungen, ihre Meinungen und Sichtweisen. Ich bin jeglicher Art von Kritik aufgeschlossen.
Mit diesem Bild habe ich versucht etwas komplett neues zu malen. Es kamen keine Referenzen zum Einsatz. Die Idee dazu kam mir als mein Bilck auf ein Papierboot fiel. Dies schien mir ein geeignets Motiv zu sein, da es, meiner Wahrnehmung nach, ein selten verwendetes Bildelement zu sein scheint. Eigentlich sollte das Boot noch deutlicher thematisiert werden, allerdings erwies sich das Vorhaben schwieriger als zuvor angenommen. Eine geeignete Perspektive; sie müsste knapp über der Wasseroberfläche sein, war kaum umsetzbar, und hätte das Boot wiederum zu gewaltig wirken lassen. Beabsichtigt war eine eher stille und einsame Wirkung. Ich denke aber diese einigermaßen eingefangen zu haben. Das ganze Bild sollte losgelöst wirken, also ein gewisses Fantasyflair ausstrahlen. Das Mädchen auf der Brücke erfüllt die Funktion dem Bild eine Wirkung zu verleihen die das Papierboot alleine vermutlich nicht erreicht hätte. Das Malen der Brücke gestaltete sich am aufwendigsten; das ist auch der Grund für die etwas zu groß geratenen Steine. Alles andere hätte länger gedauert, und hätte das Bild vermutlich mit unnötigen Details überladen, die den Blickpunkt vom Papierboot, bzw. von der Blickführung von diesem zum Mädchen oder umgekehrt gestört hätte. Soetwas lässt sich im Nachhinein natürlich immer leicht sagen, möglicherweise ist dies auch bloß ein Versuch zur eigenen Rechtfertigung, aber das letztendliche Urteilen bzw. Gefallen oder Nichtgefallen obliegt dem Betrachter. Die Bäume an den Seiten rahmen das Bild ein und lassen das Boot durch diese gestalterische Methode nicht zu verloren erscheinen. Mir schien die morgendliche Sonnenaufgangsstimmung als passend, da diese symbolisch Hoffnung verkörpert und dem Motiv eines einsam ruhig schwimmenden Papierbootes, die entsprechende positive Unterstützung, aber auch eine gewisse angenehme Stille, verleihen würde.
Impressum © 2007-2009 David Feller
Es ist unglaublich was du für ideen hast und wie echt deine bilder am ende wirken, besonder the paperboat find ich sehr sehr schön. Ich male selbst auch aber so etwas kann leider bis jetzt nur in meiner fantasie entstehen…dies auf ein blatt zu bekommen fällt mir sehr schwehr.
liebe grüße
*großer fan =oP*
Sonja
Dezember 5, 2008 um 6:19 pm